Schlacht von Hohenlinden am 03. Dezember 1800

Das neue Faltblatt des Vereins Hohenlinden 2000 e.V. liegt u.a. im Museum und in der Gemeindeverwaltung auf.Vorgeschichte

In der französischen Revolution 1789 hat das Volk die bisher Herrschenden beseitigt und das Land zur Republik erklärt. Die Machthaber der Völker rechts des Rheins befürchteten ein ähnliches Schicksal. Der deutsche Kaiser erklärte darum 1798 der französischen Republik den Krieg. Seine Truppen zogen durch Bayern gegen den Rhein. Der bayerische Kurfürst hat seine Soldaten dem österreichischem Oberbefehl unterstellt. Die einfachen Soldaten wussten kaum, wofür sie kämpfen sollten.

Verlauf der Schlacht

Die begeisterten französischen Truppen unter der Führung guter Generäle drängten die Österreicher und Bayern fast bis zum Inn zurück. Im Juni 1800 waren etwa 105.000 Franzosen zwischen Erding-Harthofen-Ebersberg und Grafing aufmarschiert, eben so viele Österreicher lagerten zwischen Inn und dem Haager-Forst. Am 15. Juli 1800 wurde in Parsdorf ein einstweiliger Waffenstillstand beschlossen, der am 8. September 1800 von den Franzosen gekündigt, aber im Vertrag von Hohenlinden am 20. September 1800 um weitere 45 Tage verlängert worden ist.

Museum DioramaAm Morgen des 3. Dezember 1800 wollte das österreichische Heer mit etwa 80 Kanonen, ohne jede Seitensicherung, durch den Haager-Forst in Richtung Anzing vorrücken. Am Waldausgang östlich von Hohenlinden empfing sie das Granatfeuer der französischen Artillerie. Eine französische Division hat inzwischen von Grafing-Steinhöring-Maitenbeth her den Rückweg der Österreicher abgeschnitten. So kam es zum grausamen Nahkampf im Haager-Forst. Wer nicht fliehen konnte, wurde getötet, verwundet oder gefangen. Den Franzosen fielen ca. 50 Geschütze mit allem Troß in die Hände. Etwa 5000 Tote und Verwundete bedeckten das Schlachtfeld, an die 7000 Österreicher und 1700 Bayern kamen in die Gefangenschaft. Das einfache Volk in den Dörfern und kleinen Märkten aber mußte während dieser Jahre die Hauptlast des Krieges tragen (Mißhandlungen, Plünderungen, Abbrennen der Häuser, Gelderpressungen) und die harten Bedingungen des Friedens von Luneville (Schloß bei Nancy) vom 09.02.1801 verlängerten die Notsituation und Hungermonate, weil die fremden Truppen weiterhin aus dem Lande lebten.

 

MuseumMuseum

Das Museum »Die Schlacht von Hohenlinden« liegt im Untergeschoss der Grundschule Hohenlinden und ist auf zwei Räume aufgeteilt. Ein Besuch im Museum lohnt sich!

Öffnungszeiten

Jeden 1. Samstag im Monat 13.00 Uhr – 15.00 Uhr

Anschrift

Museum »Die Schlacht von Hohenlinden« Pfarrer-Andrä-Str. 1 85664 Hohenlinden

Ansprechpartner

Für Gruppenführungen und Besuche außerhalb der Öffnungszeiten kontaktieren Sie bitte:

Rolf Kaiser Telefon: 0 81 24/18 99

Denkmal thDenkmal

Angaben zum Denkmal, das am 5. 12. 1998 zum 200jährigen Gedenken an die Schlacht von Hohenlinden am 3. 12. 1800 errichtet wurde:

Grundstück: 261 m², durch die Gemeinde 1997 von Fam. Moser, Preisendorf gekauft.
Grundfläche: 23 m², bestehend aus 16 Flossenbürger Granitplatten.
Gesamthöhe der Metallkonstruktion: 3,90 m.

Auf einem Quadrat von 2,60 x 2,60 m stehen vier stahlgraue profilierte Metallsäulen, auf denen vier goldene Kugeln liegen, darauf ruhen vier miteinander verbundene metallene Querbalken. In der Mitte steht der 2,70 m hohe Blutstein aus finnischem Granit, mittlerer Durchmesser 0,70 m. Aufschrift in Goldbuchstaben „Schlacht von Hohenlinden 3. 12. 1800“. Nördlich davon ein 4,80 m langer, 0,60 m hoher und ebenso breiter Flossenbürger Granitblock, der nach Süden abgeschrägt ist. Darauf in Bronze die Reliefs von General Moreau, Kurfürst Max Joseph und Erzherzog Johann, dazwischen fünf schmälere Bronzetafeln mit Texten. Im Süden wird der Platz von sieben Reihen Thujen abgeschlossen, die die Schlachtordnung der Franzosen am Morgen des 3. 12. 1800 darstellen. Im Norden wurde eine Sitzbank aufgestellt mit Blickmöglichkeit auf die Gesamtanlage und nach Hohenlinden.

Denkmal InformationstafelnSinnbildliche Deutung und Aussagekraft des Denkmals:

Bei der Einweihung des Hohenlindener Denkmals am 5. 12. 1998 hat der Ehrenbürger der Gemeinde Hohenlinden Wolfgang Schierl in seiner Ansprache versucht, auf die sinnbildliche Deutung und Aussagekraft des Denkmals hinzuweisen. Die 3,60 m hohen Metallpfeiler haben einen direkten Bezug zur Schlacht. Sie stehen für die beteiligten Franzosen, Bayern und Österreicher, der vierte Pfeiler aber, der Hohenlinden am nächsten steht, soll eindringlich an die Zivilbevölkerung zwischen Donau und Inn erinnern, die monatelang die Hauptlast des Krieges ertragen musste.

Der freistehende 2,70 m hohe rote Blutstein in der Mitte stellt den Blutstrom dar, den Tausende von Soldaten aus drei Nationen und Zivilpersonen im Sterben vergossen haben. Stellvertretend für die vielen Opfer aus der Bevölkerung seien nur genannt: Der Schweigerbauer aus dem nahen Preisendorf, der zu Tode kam, als man seine letzte Kuh aus dem Stall holte, der Schwarzhofbauer Hiebl von Felling bei Haag, der grundlos erschossen wurde und die Binderbäuerin von Dieperling bei Traunstein, die auf der Flucht vor zwei Soldaten eine Kugel traf.

Auf unserem Denkmal sind die senkrechten Pfeiler oben mit schweren Querbalken verbunden. Sie versinnbildlichen das zusammenwachsende kommende Europa. Die vier goldenen Kugeln aber, auf denen die Querbalken ruhen, sind unsere Hoffnung, dass die Regierungsmannschaften aller europäischen Staaten ein friedliches Europa schaffen, in dem die einzelnen Länder ihre eigene Verwaltung und ihr Eigenleben behalten können ohne engherzige Bevormundung.
So gesehen versucht dieses Hohenlindener Ehrenmal alle einzubeziehen, die vor ihm stehen. Dass diese Wünsche in Erfüllung gehen mögen, darum wurde mit dem kirchlichen Segen um Gottes Hilfe gebeten und mit Kranzniederlegungen immer wieder eindringlich darauf hingewiesen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Vereins Hohenlinden 2000 e.V. >>

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